SV Blau Weiß Zorbau - Sportverein mit 120-jähriger Geschichte

Die Geschichte des Sportvereins (SV) Blau Weiß Zorbau geht bis ins Jahr 1894 zurück. Damals schlossen sich Männer aus Zorbau zum Turnverein Zorbau zusammen. Am Anfang des 20. Jahrhundert führten sie die Wettkämpfe sogar bis nach Frankfurt am Main. Ab der Zeit nach dem 2. Weltkrieg wurde Fußball gespielt. In der Zeit der sozialischen Diktatur spielte der Verein unter den Namen BSG Traktor Zorbau. Seit 1990 trägt der Verein den Namen SV Blau-Weiß Zorbau. Auch heute wird beim SV Blau-Weiß Zorbau hauptsächlich Fußball gespielt. Der SV Blau-Weiß Zorbau verfügt heute über ein Sportgelände mit einem Rasenplatz und einem Kunstrasenplatz, sowie eine Mehrzweckhalle mit Kunstrasenspielfeld und gewährleistet damit gute Voraussetzungen für alle Sportler.

Fußball ist der Zorbauer größte Leidenschaft

Andere Sparten, wie z.B. die Frauengymnastik, spielen beim SV Blau Weiß Zorbau eine untergeordnete Rolle. Seit vielen Jahrzehnten spielen die Zorbauer leidenschaftlich Fußball. Dabei fangen sie nicht selten an dem runden Leder nachzujacken, bevor sie sicher auf den Beinen stehen können. Derzeit spielt der SV Blau-Weiß Zorbau in vier Männermannschaften, einer Frauenmannschaft und in mehreren Mannschaften im Nachwuchsbereich Fußball. Die Jugendmannschaften des SV Blau-Weiß Zorbau gehen dabei oftmals Spielgemeinschaften mit anderen Vereinen der Region ein, um möglichst jedem Alter das Fußballspielen zu ermöglichen.

Das Aushängeschild des SV Blau Weiß Zorbau - die erste Mannschaft spielt in der Landesliga Sachsen-Anhalt

Seit einigen Jahren spielt die erste Mannschaft des SV Blau-Weiß Zorbau in der Landesliga (Staffel Süd) Sachsen-Anhalts. Zuletzt konnte die Manschaft die Saison auf den 3. Platz beenden. Damit hat der sich SV Blau-Weiß Zorbau zwischen den erfolgreichsten Fußballvereinen im Burgenlandkreis etabliert. Die Landesligamannschaft kann dabei auf eine starke Reserve zurückgreifen - die zweite Mannschaft des SV Blau-Weiß Zorbau hatte in der vergangenen Saison den Aufstieg in die Landesklasse nur knapp verpasst.

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Das nächste Spiel

06.06.2015 15:00 Uhr -
SV Blau-Weiß Zorbau I - SG B.-W. 1921 Brachstedt

Aktuell:

SG RW Thalheim - SV BW Zorbau 1:2 (0:1)

Frohe Pfingsten für Zorbau
Freitagspiele scheinen den Zorbauern zu liegen, nach dem 2:0 Heimerfolg über Lüttchendorf, ließ man einen späten 2:1-Auswärtserfolg in Thalheim folgen. Zorbau ließ damit bei einem weiteren Aufstiegsaspiranten, die letzten Träume wie Seifenblasen platzen und bereitete sich selbst ein frohes Pfingstwochenende.

Trainer Maik Kunze vertraute zunächst der Erfolgself des letzten Spiels und stellte seine Jungs auf eine abwartende Defensivtaktik ein, die bei entsprechenden Gelegenheiten über Konter für Gefahr sorgen sollte. Da die Gastgeber nur mit einem Erfolg im Rennen bleiben würden, mussten diese zwar die Initiative ergreifen, wollten dabei andererseits nicht ins offene Messer laufen, so dass die Partie etwas zähfließend  in Gang kam. Umso überraschender die Klarheit der ersten Thalheimer Chance, als Matthias Henze zunächst einen Bernhardt-Schuss mit großartigem Reflex abwehrt, dabei aber ungewollt zum Vorlagengeber für Daniel Winkler wird, der die Riesenmöglichkeit aber etwas überhastet vergibt. Sechs Minuten später ging die Kunze-Strategie besser auf als erwartet. Einen perfekt ausgespielten Konter schloss Maximilian Schnelle mit einem ebenso harten wie platzierten Schuss zur 1:0-Führung ab. Diese geriet bis zur Pause auch nicht wirklich in Gefahr, da das etwas einfallslose Thalheimer Langpassspiel gut zu kontrollieren war und aussichtsreiche Freistöße ungenutzt blieben.
Nach der Pause ging es erneut schleppend los. Zorbau hatte den Schwung der ersten Hälfte etwas eingebüßt, Thalheim wurde dominanter und ab der 60.Minute lag der Ausgleich förmlich in der Luft. Zunächst vergab Toptorschütze Tim Jonitz, später Youngster Kevin Oertel und bei der Vielzahl von Ecken boten sich ebenfalls einige Gelegenheiten. Zorbau  hatte jetzt mit der Defensivarbeit so viel zutun, dass die eigenen Konteraktionen zwar Seltenheitswert besaßen, dafür aber immer brandgefährlich blieben. Die beste Gelegenheit bot sich dabei Florian Schumann, der jedoch verzog. Plötzlich schien das Spiel den aus etlichen Spielen bekannten Verlauf zu nehmen, als Thalheim in der 88.Minute ausglich. Henze hatte das Leder per Faustabwehr bis kurz vor die Mittellinie, aus der eigenen Gefahrenzone gebracht, wo es Johannes Becher vor die Füße fiel. Der dribbelte etwas auf den Strafraum zu, wo sich fast alle restlichen Feldspieler aufhielten und Henze damit die Sicht nahmen und irritierten. Als der Schuss irgendwo durch alle Abwehrbeine seinen Weg ins Zorbauer Tor gefunden hatte, kannte der Thalheimer Jubel keine Grenzen mehr. Diesmal schlug Zorbau aber noch zurück und konnte auch mal in der Schlussminute jubeln. Abwehrspieler Martin Freudenberg, der wenn er trifft, für sehr späte und außergewöhnliche Tore bekannt ist, war wie alle anderen Zorbauer mit aufgerückt, bekam einen Querschläger an die Fußspitze und mit leichter Unterstützung von Thalheims Jäschke über die Linie. Als Schiedsrichter Winfried Bohrmann die Partie Sekunden später abpfiff, musste sich Freudenberg zum Dank fast erdrücken lassen, wohingegen die Gastgeber mit Schockstarre, auf dem Rasen liegen blieben. Spielertrainer Thomas Sawetzki fand als erster die Worte wieder, gratulierte seinem Gegenüber Maik Kunze fair zum Sieg. „Zorbau war einfach effektiver bei seiner Chancenverwertung, wir hatten genügend Möglichkeiten das Spiel für uns zu entscheiden. Die Aufstiegsrechnerei war ohnehin sehr theoretischer Natur, trotzdem sitzt der Schock jetzt bei meinen Jungs erst einmal  in den Knochen!“ Zorbau war`s egal, hatte man doch endlich mal das Glück, was mitunter fehlte, so dass man jetzt unbelastet von Rechenspielen einfach befreiter und damit scheinbar auch wieder erfolgreicher Fußball spielt.
Es spielten Matthias Henze im Tor, Fabian Hietzscholdt, Viktor Aguocha, Phil Hoffmann, Christopher Dillgen (46. Babis Chionidis, 70. Max Göhring), Florian Schumann, Maximilian Schnelle (85. Maik Kunz), Patrick Baudisch, Maik Witt, Martin Freudenberg und Kevin Haschke

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