DEFTIGE KLATSCHE

Nichts zu holen gab es für den SV Blau-Weiß Zorbau am Mittwochabend in der NOFV-Oberliga gegen den VFC Plauen. Beim 0:7 (0:3) gegen den Tabellenzweiten lieferte das Heimteam seine mit Sicherheit schlechteste Saisonleistung ab. Oftmals löchrig in der Abwehr, ideenlos im Mittelfeld und harmlos im Sturm gewannen die Gäste (auch in der Höhe?) verdient.

Nach nicht einmal einer Viertelstunde ging Plauen mit 1:0 durch Philipp Dartsch in Führung. Bis dahin hielt Zorbau noch halbwegs gut mit, kam auch das eine oder andere Mal mutig vor der Tor der Gastgeber. Aber spätestens nach dem Doppelpack von Kamil Popowicz in der 27. und 30. Minute zum 0:3 war es damit endgültig vorbei. Eher überraschend hatte Ricky Bornschein in der 37. Minute die Riesenchance zum Anschlusstreffer. Doch vollkommen frei und allein vorm Tor schoss er den Ball mäßig motiviert zwei-drei Meter am Tor vorbei.

Nach dem Seitenwechsel spielten die Gäste locker ihren Stiefel runter, die Gastgeber waren dabei nur Statisten. Weitere Treffer fielen folgerichtig durch Moritz Kretzer (46.), erneut Dartsch (67.), sowie durch den eingewechselten Alexander Dartsch, dem in der 86. und 88 Spielminute ebenfalls ein Doppelpack gelang.

Für die Blau-Weißen ist es nun eminent wichtig dieses Spiel ganz schnell zu vergessen. Denn am Karsamstag, 16. April um 14 Uhr folgt das 6-Punkte-Heimspiel im Kampf gegen den Abstieg gegen den FC Grimma. Der steht mit fünf Punkten, aber auch zwei Spielen weniger, einen Rang hinter Zorbau auf dem ersten möglichen Abstiegsplatz. Zuvor treten die Blau-Weißen am kommenden Sonntag um 14 Uhr beim Klassenprimus Rot-Weiß Erfurt an. Bleibt zu hoffen, dass es da nicht eine ähnliche Klatsche wie gegen Plauen gibt.

Zorbau: Heine – Thurm (45. Zeigler; 67. Winkler), Strauchmann, Löser, Aljindo (45. Neuhaus), Froehlich (57. Feldmer), Opolka (45. Schößler), Rode, Nolde, Bornschein, Muwanga

Aktueller Spieltag / Tabelle NOFV Oberliga Süd

LEISTUNGSGERECHTES UNENTSCHIEDEN

LEISTUNGSGERECHTES UNENTSCHIEDEN

Mit einem für beide Seiten gerechten 1:1 (1:1) trennten sich in der Oberliga der SV Blau-Weiß Zorbau und der FC Grimma. In diesem Sechs-Punkt-Spiel gab es so also für beide nur einen Zähler, wovon Wacker Nordhausen profitierte. Die Thüringer siegten überraschend 2:1 gegen den VfB Krieschow und überholten sowohl Zorbau als auch Grimma dadurch in der Tabelle. Die Blau-Weißen rutschten zum ersten Mal seit Monaten wieder auf einen Platz, der bei entsprechenden Absteigern aus der Regionalliga zum Gang in die Verbandsliga führen würde.

„Wichtig war es, dass wir aktuell Grimma erstmal hinter uns gelassen haben. Deswegen sind wir auch nicht auf Teufel komm raus auf Sieg gegangen“, erklärte Zorbaus Co-Trainer Andreas Klett nach dem Spiel. Er vertrat Cheftrainer Alexander Gerth, der am Donnerstag nach einem Schwächeanfall beim Abschlusstraining ins Krankenhaus gefahren werden musste. An dieser Stelle alles Gute, Alex.

Klett sah von Beginn an ein zerfahrenes Spiel, in dem der Kampf mehr im Vordergrund stand, als das Spiel. Kein Wunder, denn beide Mannschaften wussten um die Bedeutung der Partie. Umso ärgerlicher, dass bereits in der 3. Spielminute das 0:1 fiel, als sich Felix Beiersdorf völlig frei am Elfer die Ecke aussuchen konnte. Die besseren Chancen in der Anfangsphase aber hatten die Gastgeber. Aber weder Benedikt Strauchmann (2.), noch Arno Dwars (9.), der völlig frei an Grimmas Torhüter Pascal Birgikt scheiterte, konnten diese nutzen.

In der Folgezeit pendelte sich die Begegnung mit gleichen Anteilen auf beiden Seiten ein, ehe die Blau-Weißen den Druck erhöhten und in der 42. Minute zum verdienten Ausgleich kamen. Niklas Opolka traf ins lange Eck. „Nach dem Seitenwechsel wollten wir eigentlich mehr, aber stattdessen hat Grimma das Spiel wieder an sich gerissen“, so Klett weiter. Nennenswerte Chancen gab es allerdings auf beiden Seiten lange nicht. Stattdessen wurde das bis dahin unerwartet aufgrund der Bedeutung sehr faire Spiel immer schlechter.

Erst in den Schlussminuten erhöhte vor allem Blau-Weiß Zorbau den Druck und kam durch zwei Kopfbälle von Ricky Bornschein (83. und 89.) noch zu sehr guten Chancen auf den Sieg. „Das Engagement war voll da. Wir wollten nach den deftigen Niederlagen zuletzt  unbedingt punkten, das hat geklappt. Die Entscheidung um den Klassenerhalt würde ja nicht heute fallen, deswegen bin ich zufrieden mit dem Punkt“, meinte Andreas Klett. Nun gilt es am kommenden Sonnabend in Sandersdorf nachzulegen und den oder die nächsten Zähler einzufahren.  

Zorbau: Heine – Strauchmann, Löser, Feldmer, Opolka (82. Thurm), Rode (82. Deumer), Ajindo (68. Schößler), Dwars (92. Neuhaus), Bornschein (92. Froehlich), Muwanga, Nolde

Aktueller Spieltag / Tabelle NOFV Oberliga Süd