GELUNGENE PREMIERE

In seinem ersten Spiel als neuer Cheftrainer bei Blau-Weiß Zorbau konnte René Behring gleich seinen ersten Sieg einfahren. Gegen den Tabellenvorletzten FSV Martinroda musste er aber lange warten, ehe  Arno Dwars mit seinem Doppelpack in der 74. und 79. Minute das Spiel noch zum völlig verdienten 2:1 (0:1) drehte. Beide Treffer erzielte der Zorbauer Stürmer per Kopf.

„Mir war natürlich bewusst, dass der Druck zu gewinnen in so einem Spiel groß war. Entsprechend nervös haben einige der Jungs auch begonnen“, sprach Behring vor allem die unglückliche Abwehraktion von Ben Zeigler, der für Benjamin Strauchmann vom neuen Coach in die Zentrale gestellt wurde, in der vierten Spielminute an. Zeigler trat über den Ball, James-Kevin Nahr bedankte sich mit der überraschenden Führung für Martinroda.

Viel mehr kam von der Gästen aber im gesamten Spiel nicht mehr, lediglich zweimal musste Dominic Heine gegen Nahr (41.) und Adam Rohlik (77. Minute) sein ganzes Können aufbieten. Auf der Gegenseite wurde Keeper Felix Nicolai von den Zorbauern zum besten Mann auf dem Platz geschossen. Mehrfach musste er in höchster Not retten bzw. hatte Glück, dass auch beste Chancen knapp am Tor vorbei gingen.

So verpassten es Dwars (2., 20. und 78.), Zeigler (8.), Ricky Bornschein (27., 29. und 48.), Gerald Muwanga (29.), sowie John Winkler (71. Minute, unmittelbar nach seiner Einwechslung) auch beste Chancen im Tor der Thüringer unterzubringen. Die 112 zahlenden Zuschauer waren schon fast der Verzweiflung nahe, ehe Dwars sie doch noch erlöste. Zum Schluss waren die Gastgeber durch ein paar gefährliche Konter dem 3:1 näher als Martinroda dem Ausgleich.

„In meiner ersten Woche als Trainer konnte ich schon ein paar Infos über die Spieler sammeln und entsprechend an Stellschrauben drehen. Lediglich die Chancenverwertung ließ noch zu wünschen übrig“, war René Behring nicht nur mit dem Ergebnis zufrieden. In den nächsten Woche will er weniger auf die Tabelle, in der sich Blau-Weiß Zorbau wieder zwei Plätze nach oben bewegen konnte, schauen. „Da gibt es einige Spiele, in denen es in direkten Duellen um den Klassenerhalt geht und sich die Mannschaften so die Punkte gegenseitig wegnehmen können“, sagt der neue Cheftrainer. Die Chancen auf den Nicht-Abstieg sind wieder besser denn je.

Zorbau: Heine – Zeigler (70. Winkler), Strauchmann, Falko Löser, Feldmer, Deumer (66. Neuhaus), Ajindo, Dwars (90. Kai Löser), Bornschein, Muwanga, Nolde

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