GELUNGENE PREMIERE

In seinem ersten Spiel als neuer Cheftrainer bei Blau-Weiß Zorbau konnte René Behring gleich seinen ersten Sieg einfahren. Gegen den Tabellenvorletzten FSV Martinroda musste er aber lange warten, ehe  Arno Dwars mit seinem Doppelpack in der 74. und 79. Minute das Spiel noch zum völlig verdienten 2:1 (0:1) drehte. Beide Treffer erzielte der Zorbauer Stürmer per Kopf.

„Mir war natürlich bewusst, dass der Druck zu gewinnen in so einem Spiel groß war. Entsprechend nervös haben einige der Jungs auch begonnen“, sprach Behring vor allem die unglückliche Abwehraktion von Ben Zeigler, der für Benjamin Strauchmann vom neuen Coach in die Zentrale gestellt wurde, in der vierten Spielminute an. Zeigler trat über den Ball, James-Kevin Nahr bedankte sich mit der überraschenden Führung für Martinroda.

Viel mehr kam von der Gästen aber im gesamten Spiel nicht mehr, lediglich zweimal musste Dominic Heine gegen Nahr (41.) und Adam Rohlik (77. Minute) sein ganzes Können aufbieten. Auf der Gegenseite wurde Keeper Felix Nicolai von den Zorbauern zum besten Mann auf dem Platz geschossen. Mehrfach musste er in höchster Not retten bzw. hatte Glück, dass auch beste Chancen knapp am Tor vorbei gingen.

So verpassten es Dwars (2., 20. und 78.), Zeigler (8.), Ricky Bornschein (27., 29. und 48.), Gerald Muwanga (29.), sowie John Winkler (71. Minute, unmittelbar nach seiner Einwechslung) auch beste Chancen im Tor der Thüringer unterzubringen. Die 112 zahlenden Zuschauer waren schon fast der Verzweiflung nahe, ehe Dwars sie doch noch erlöste. Zum Schluss waren die Gastgeber durch ein paar gefährliche Konter dem 3:1 näher als Martinroda dem Ausgleich.

„In meiner ersten Woche als Trainer konnte ich schon ein paar Infos über die Spieler sammeln und entsprechend an Stellschrauben drehen. Lediglich die Chancenverwertung ließ noch zu wünschen übrig“, war René Behring nicht nur mit dem Ergebnis zufrieden. In den nächsten Woche will er weniger auf die Tabelle, in der sich Blau-Weiß Zorbau wieder zwei Plätze nach oben bewegen konnte, schauen. „Da gibt es einige Spiele, in denen es in direkten Duellen um den Klassenerhalt geht und sich die Mannschaften so die Punkte gegenseitig wegnehmen können“, sagt der neue Cheftrainer. Die Chancen auf den Nicht-Abstieg sind wieder besser denn je.

Zorbau: Heine – Zeigler (70. Winkler), Strauchmann, Falko Löser, Feldmer, Deumer (66. Neuhaus), Ajindo, Dwars (90. Kai Löser), Bornschein, Muwanga, Nolde

Aktueller Spieltag / Tabelle NOFV Oberliga Süd

DEFTIGE KLATSCHE

Nichts zu holen gab es für den SV Blau-Weiß Zorbau am Mittwochabend in der NOFV-Oberliga gegen den VFC Plauen. Beim 0:7 (0:3) gegen den Tabellenzweiten lieferte das Heimteam seine mit Sicherheit schlechteste Saisonleistung ab. Oftmals löchrig in der Abwehr, ideenlos im Mittelfeld und harmlos im Sturm gewannen die Gäste (auch in der Höhe?) verdient.

Nach nicht einmal einer Viertelstunde ging Plauen mit 1:0 durch Philipp Dartsch in Führung. Bis dahin hielt Zorbau noch halbwegs gut mit, kam auch das eine oder andere Mal mutig vor der Tor der Gastgeber. Aber spätestens nach dem Doppelpack von Kamil Popowicz in der 27. und 30. Minute zum 0:3 war es damit endgültig vorbei. Eher überraschend hatte Ricky Bornschein in der 37. Minute die Riesenchance zum Anschlusstreffer. Doch vollkommen frei und allein vorm Tor schoss er den Ball mäßig motiviert zwei-drei Meter am Tor vorbei.

Nach dem Seitenwechsel spielten die Gäste locker ihren Stiefel runter, die Gastgeber waren dabei nur Statisten. Weitere Treffer fielen folgerichtig durch Moritz Kretzer (46.), erneut Dartsch (67.), sowie durch den eingewechselten Alexander Dartsch, dem in der 86. und 88 Spielminute ebenfalls ein Doppelpack gelang.

Für die Blau-Weißen ist es nun eminent wichtig dieses Spiel ganz schnell zu vergessen. Denn am Karsamstag, 16. April um 14 Uhr folgt das 6-Punkte-Heimspiel im Kampf gegen den Abstieg gegen den FC Grimma. Der steht mit fünf Punkten, aber auch zwei Spielen weniger, einen Rang hinter Zorbau auf dem ersten möglichen Abstiegsplatz. Zuvor treten die Blau-Weißen am kommenden Sonntag um 14 Uhr beim Klassenprimus Rot-Weiß Erfurt an. Bleibt zu hoffen, dass es da nicht eine ähnliche Klatsche wie gegen Plauen gibt.

Zorbau: Heine – Thurm (45. Zeigler; 67. Winkler), Strauchmann, Löser, Aljindo (45. Neuhaus), Froehlich (57. Feldmer), Opolka (45. Schößler), Rode, Nolde, Bornschein, Muwanga

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LEISTUNGSGERECHTES UNENTSCHIEDEN

LEISTUNGSGERECHTES UNENTSCHIEDEN

Mit einem für beide Seiten gerechten 1:1 (1:1) trennten sich in der Oberliga der SV Blau-Weiß Zorbau und der FC Grimma. In diesem Sechs-Punkt-Spiel gab es so also für beide nur einen Zähler, wovon Wacker Nordhausen profitierte. Die Thüringer siegten überraschend 2:1 gegen den VfB Krieschow und überholten sowohl Zorbau als auch Grimma dadurch in der Tabelle. Die Blau-Weißen rutschten zum ersten Mal seit Monaten wieder auf einen Platz, der bei entsprechenden Absteigern aus der Regionalliga zum Gang in die Verbandsliga führen würde.

„Wichtig war es, dass wir aktuell Grimma erstmal hinter uns gelassen haben. Deswegen sind wir auch nicht auf Teufel komm raus auf Sieg gegangen“, erklärte Zorbaus Co-Trainer Andreas Klett nach dem Spiel. Er vertrat Cheftrainer Alexander Gerth, der am Donnerstag nach einem Schwächeanfall beim Abschlusstraining ins Krankenhaus gefahren werden musste. An dieser Stelle alles Gute, Alex.

Klett sah von Beginn an ein zerfahrenes Spiel, in dem der Kampf mehr im Vordergrund stand, als das Spiel. Kein Wunder, denn beide Mannschaften wussten um die Bedeutung der Partie. Umso ärgerlicher, dass bereits in der 3. Spielminute das 0:1 fiel, als sich Felix Beiersdorf völlig frei am Elfer die Ecke aussuchen konnte. Die besseren Chancen in der Anfangsphase aber hatten die Gastgeber. Aber weder Benedikt Strauchmann (2.), noch Arno Dwars (9.), der völlig frei an Grimmas Torhüter Pascal Birgikt scheiterte, konnten diese nutzen.

In der Folgezeit pendelte sich die Begegnung mit gleichen Anteilen auf beiden Seiten ein, ehe die Blau-Weißen den Druck erhöhten und in der 42. Minute zum verdienten Ausgleich kamen. Niklas Opolka traf ins lange Eck. „Nach dem Seitenwechsel wollten wir eigentlich mehr, aber stattdessen hat Grimma das Spiel wieder an sich gerissen“, so Klett weiter. Nennenswerte Chancen gab es allerdings auf beiden Seiten lange nicht. Stattdessen wurde das bis dahin unerwartet aufgrund der Bedeutung sehr faire Spiel immer schlechter.

Erst in den Schlussminuten erhöhte vor allem Blau-Weiß Zorbau den Druck und kam durch zwei Kopfbälle von Ricky Bornschein (83. und 89.) noch zu sehr guten Chancen auf den Sieg. „Das Engagement war voll da. Wir wollten nach den deftigen Niederlagen zuletzt  unbedingt punkten, das hat geklappt. Die Entscheidung um den Klassenerhalt würde ja nicht heute fallen, deswegen bin ich zufrieden mit dem Punkt“, meinte Andreas Klett. Nun gilt es am kommenden Sonnabend in Sandersdorf nachzulegen und den oder die nächsten Zähler einzufahren.  

Zorbau: Heine – Strauchmann, Löser, Feldmer, Opolka (82. Thurm), Rode (82. Deumer), Ajindo (68. Schößler), Dwars (92. Neuhaus), Bornschein (92. Froehlich), Muwanga, Nolde

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ÜBBERRAGENDER RICKY BORNSCHEIN

ÜBBERRAGENDER RICKY BORNSCHEIN

Dank eines überragenden Ricky Bornschein bleibt der SV Blau-Weiß Zorbau auch im achten Spiel in Serie in der NOFV-Oberliga ungeschlagen. Beim 3:3 (1:1) gegen den Tabellenfünften FC Carl Zeiss Jena II erzielte der Mittelstürmer alle drei Tore des Gastgebers. „Ricky hat wieder einmal toll gespielt und sich endlich auch mal für seine Mühen belohnt. Dabei hatte er zweimal den richtigen Riecher gehabt“, freute sich Zorbaus Trainer Alexander Gerth mit seinem Spieler.

Tatsächlich war Bornschein in der zweiten Halbzeit genau da, wo er sein musste, als Jena Torhüter Janne Kamenz zweimal böse patzte. In der 62. Minute spitzelte er ihm den Ball vom Fuß und brauchte nur noch zum 2:2 einschieben. Und eine Viertelstunde später nutzte Bornschein eine weitere Unsicherheit von Kamenz und platzierte den Abpraller direkt vor dem Tor zur 3:2-Führung. Dass es am Ende doch nur ein Remis wurde lag an dem ehemaligen Weißenfelser Elias Rosner, der in der 82. Minute den verdienten Ausgleich für die Gäste erzielte. Kurz zuvor traf er nur die Latte.

Von Beginn an war die Carl Zeiss-Reserve die überlegene Mannschaft und spielte sich Torchance und Torchance heraus. Ein gut aufgelegter Dominic Heine vereitelte aber  zunächst die guten Möglichkeiten. In der 27. Minute aber war auch er machtlos, als Marcel Hoppe die längst fällige Führung für die Gäste erzielte. „Nach einer halben Stunde haben wir dann immer besser Zugriff auf das Spiel bekommen und nicht unverdient zum Ausgleich gekommen“, so Gerth. Bei diesem 1:1 schloss Bornschein einen mustergültigen Konter gekonnt ab

Auch von dem zwischenzeitlichen 1:2 (59.) durch den gerade erst eingewechselten Musse Osmann ließen sich die Zorbauer nicht beirren. „Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir dann immer mehr vom Spiel gehabt und hätten durchaus noch ein, zwei Tore mehr erzielen können. Aber ich kann mit dem 3:3 gut leben“, meinte der Zorbauer Trainer. Er sprach damit weitere große Chancen für seine Mannschaft durch in der 68. Minute und vor allem in der Schlussphase an.

Damit bleiben die Blau-Weißen also weiterhin seit Mitte Oktober ungeschlagen. Das aber dürfte sich bald ändern. Denn nun folgen außerordentlich schwere Spiele beim VfB Krieschow (2.4.), am Mittwoch, 6. April gegen den VFC Plauen (17.30 Uhr) und am 10.4. bei Rot-Weiß Erfurt – allesamt Mannschaften von der Tabellenspitze.

Zorbau: Heine – Bellair, Strauchmann, Neuhaus (69. Feldmer), F. Löser (69. Schößler), Winkler (63. Dwars), Opolka, Hartmann, Rode, Aljindo (84. Thurm), Bornschein (84. Fröhlich)

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Blau-Weißes Trikot im TV

Blau-Weißes Trikot im TV

Fußballtechnisch läuft es bei der Blau-Weißen ganz gut. Die letzten Spiele waren alle mit positiven Eindruck, auch wenn hier und da die Personalien eng werden. Nun zeigt sich die Zorbau auch im TV, zwar nur im Hintergrund aber das war es schon mal wert bei Arnd Zeiglers wunderbarerer Welt des Fußballs in den Blau Weißen Farbe zu Gast zu sein auch wenn es nur in der Form des Trikot der Zorbauer war. Getreu nach dem Motto, dabei sein ist alles.

Die ganze Sendung gibt es hier bestimmt nochmal.

https://www1.wdr.de/fernsehen/zeigler/index.html

 

 

Danke Arnd.

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SOUVERÄNER HEIMSIEG

Der SV Blau-Weiß Zorbau hat sein erstes Heimspiel seit November in der NOFV-Oberliga mit einem souveränen 3:1 (1:0) gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf beendet. Mit diesen drei weiteren Punkten verbessert sich die Mannschaft von Trainer Alexander Gerth auf den zehnten Tabellenplatz und hat bei 18 Punkten nun schon sieben Zähler Vorsprung auf den FC Grimma, der den ersten ordentlichen Abstiegsplatz belegt.

Kapitän Falko Löser machte gegen Neugersdorf da weiter wo er als Siegtorschütze vom vergangenen Woche beim 1:0 beim FC An der Fahner Höhe aufgehört hatte. Erst traute er sich zweimal aus der zweiten Reihe abzuziehen und dann erzielte er in der 36. Minute mit einem Traumtor das Führungstor. Einen Freistoß von der linken Strafraumkante zirkelte er perfekt in den langen Winkel. Ricky Bornschein und Marcel Nolde erzielten die beiden weiteren Treffer (73. und 90.+ 2), als sie nah vor dem Tor nur den Fuß hinhalten mussten. Für das zwischenzeitliche 1:2 (82.) für Neugersdorf sorgte Karl Petrick.

Das zweite Saisontor von Löser war sozusagen der Türöffner für den Heimsieg. Denn in der ersten halben Stunde war das Spiel ausgeglichen, auch wenn die Gäste die besseren Chancen hatten. So gab es in der achten und der 29. Minute jeweils gute Doppelchancen für den FC Oberlausitz, die mit vereinten Kräften zunichte gemacht werden konnten. Generell aber konnten die Sachsen wenig von den zahlreichen technischen Fehler der Zorbauer Profit ziehen und sich Chancen erarbeiten.

In der zweiten Halbzeit waren es dann vor allem die Torhüter, die für Aufsehen sorgten. Sowohl Christian Schmedtje auf Zorbauer, als auch Patrik Klouda auf Neugersdorfer Seite konnten sich einige Male mit Glanzparaden auszeichnen. Bornschein aber hätte schon in der 56. Minute das 2:0 machen müssen, als er gegen den bereits geschlagenen Gästekeeper das Leder freistehend Zentimeter am Tor vorbei legte. So waren die Blau-Weißen am Ende glücklicher, aber auch durchaus verdienter Sieger in einem sehr ansehnlichen Spiel von beiden Mannschaften.

Für Zorbau geht es am kommenden Wochenende zum Tabellen-Drittletzten und Aufsteiger SV 09 Arnstadt. Die Siegesserie könnte also nahtlos fortgesetzt werden. Das nächste Heimspiel ist am 26. Februar ein Testspiel gegen den Thüringenligisten Wismut Gera (13.30 Uhr). Das nächste Oberliga-Heimspiel ist dagegen erst für den Samstag, 19. März gegen die Reserve des FC Carl Zeiss Jena angesetzt.

Zorbau: Schmedtje – Zeigler, Thurm (63. Winkler), Deumer (63. Hartmann), Falko Löser (Strauchmann), Opolka (Froehlich), Rode, Dwars (79. Aljindo), Bornschein, Muwanga, Nolde

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Ein Punkt ist zu wenig

Bericht: Matthias Voss

Gegen den FSV Wacker Nordhausen ist der SV Blau-Weiß Zorbau am Samstag in der NOFV-Oberliga nicht über ein 1:1 (1:0) hinausgekommen. Karl Feldmer brachte den Gastgeber in der 22. Minute verdient in Führung, der Ausgleich der Gäste durch Lennart Liese in der 55. Minute fiel eher unglücklich. „Das war ein dummes Gegentor, weil wir das alle nicht gut verteidigt haben“, ärgerte sich Stürmer Ricky Bornschein nach dem Spiel.

Generell hält er den verpassten Dreier für sehr ärgerlich. Denn Zorbau war teilweise überlegen und hatte auch die besseren Chancen. „In der ersten Halbzeit waren wir klar besser, hätten aber vor dem Tor cooler bleiben müssen“, so Bornschein, der sich von der Kritik selber nicht ausnahm. Er sprach damit unter anderem seine Riesenchance fünf Minuten nach der Führung an, mit der er Wacker-Torhüter Valentin Henning zu einer Glanzparade zwang. Weitere zahlreiche Torraumszenen folgten, was fehlte waren die Abschlüsse. Auf der Gegenseite standen die Nordhäuser zahlreiche Male im Abseits, so dass es mit dem schmeichelhaften 1:0 für die Thüringer in die Kabine ging.

Nach dem Seitenwechsel war es wieder Bornschein, dessen Kopfball in der 51. Minute nach einer Ecke das Tor nur knapp verfehlte. Kurz darauf dann der Ausgleich und in der Folgezeit hätte Nordhausen das Spiel komplett kippen können. Liese verfehlte in der 67. Minute das Zorbauer Tor freistehend doch deutlich und sechs Minuten später hätte Jerome Riedel eigentlich das 1:2 machen müssen. Ein Riesenbock von Blau-Weiß-Keeper Dominic Heine, als er einen Rückpass direkt auf den Fuß des Einwechslers spielte, wurde aber nicht bestraft, weil der Nordhäuser völlig allein vorm Tor weit über dieses verzog.

In der Schlussphase gerieten die Gäste dann noch einmal böse ins Schwimmen. Fabian Schößler, dessen Ball noch auf der Linie geklärt wurde, und erneut Bornschein, der den Ball nach guter Flanke von Falko Löser nicht gut genug kontrollieren konnte, hatten den Siegtreffer auf dem Fuß. „In der zweiten Hälfte war es ein sehr zerfahrenes Spiel mit vielen langen Bällen. Aber wir hätten das einfach besser runterspielen müssen“, meinte Bornschein. Am kommenden Wochenende sieht er aber beim VfL Halle 96 durchaus Siegchancen, „wenn wir den Kampf annehmen und unser bestes Spiel zeigen. Und wenn alle Spieler an Bord sind.“

Zorbau: Heine – Strauchmann, Falko und Kai Löser (72. Thurm), Feldmer, Opolka (72. Schößler), Hartmann, Robert Rode, Dwars (33. Froehlich), Bornschein, Nolde

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Der Bann ist gebrochen

Der Bann ist gebrochen

Mit einem verdienten 3:2 (3:2) gegen den Bischofswerdaer FV hat der SV Blau-Weiß Zorbau seinen ersten Heimsieg in der aktuellen Saison der Oberliga, Staffel Süd eingefahren. John Winkler (16.), Gerald Muwanga (30.) und Ricky Bornschein (33.) drehten Mitte der ersten Halbzeit den frühen 0:1-Rückstand aus der fünften Spielminute durch Jiri Valenta. Pavel Cermak gelang zwar noch vor der Pause der Anschlusstreffer für die Ostsachsen (38.), aber zu mehr sollte es für Bischofswerda nicht reichen.

„Das ist eine große Erleichterung für uns. In der ersten Viertelstunde waren wir überhaupt nicht drin, aber danach sind wir umso besser ins Spiel gekommen“, freute sich Blau-Weiß-Trainer Alexander Gerth. Seine Mannschaft habe nach dem frühen Rückstand Moral gezeigt und in der zweiten Halbzeit gut verteidigt, „auch wenn natürlich ein wenig Glück mit dabei war. Aber das haben wir uns erarbeitet.“

Ein einfacher Freistoß in den Strafraum reichte dem Gast, um kurz nach dem Anpfiff in Führung zu gehen. Valenta brauchte nur den Fuß hinzuhalten. Danach waren die Gastgeber teilweise völlig von der Rolle und hatten Glück, dass Bischofswerda nicht sofort nachlegte. Der erste richtige Vorstoß in die gegnerische Hälfte brachte überraschend den Ausgleich. Winklers Freistoß aus 18 Metern wurde unhaltbar in den Winkel abgefälscht.

Nun war das Spiel offen, verlagerte sich aber immer mehr vor das BFV-Tor. Ein weiterer Winkler-Freistoß landete bei Muwanga, der passte auf Bornschein und als der den Ball nicht kontrollieren konnte, stand der Zorbauer Abwehrmann aus fünf Metern goldrichtig – 2:1. Besser machte es Bornschein drei Minuten später. Arno Dwars, an diesem Tag ein wieder mal kaum zu stoppender, quirliger Angreifer spitzelte Bischofswerdas Torhüter Lukas Kycek vom Fuß und passte zu Bornschein, der sich die Ecke des leeren Tores aussuchen konnte.

Hätte Dwars zwei Minuten später nicht um Zentimeter das Tor verfehlt, wären wahrscheinlich alle Messen gelesen gewesen. So kamen die Sachsen noch einmal zurück und witterten in der zweiten Halbzeit ihre Chance auf den Ausgleich. Doch erst in der Nachspielzeit gab es mit einem Treffer an die Lattenunterkante eine Riesenchance, ansonsten verteidigte Zorbau zu gut. Ganz im Gegenteil hatten Bornschein (60.) und in der Nachspielzeit Dwars und Michael Fröhlich sogar das 4:2 auf dem Fuß.

Nach einem spielfreien Wochenende geht es in zwei Wochen für Blau-Weiß Zorbau nach Rudolstadt, beim Tabellen-Zwölften Einheit rechnet sich Alexander Gerth durchaus auch was aus. „Wichtig ist, dass wir nach dieser Leistung jetzt dranbleiben. In dieser Liga kann man sich immer was ausrechnen und deswegen wollen wir uns auch in Rudolstadt für unsere Arbeit in den vergangenen Wochen belohnen“, so der Zorbauer Trainer.

Zorbau: Schmidt – Strauchmann, Deumer (71. Feldmer), Falko (87. Reichmuth) und Kai Löser (87. Thurm), Winkler (62. Fröhlich), Robert Rode (87. Zorn), Dwars, Bornschein, Muwanga, Nolde

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NIEDERLAGE TROTZ ENGAGIERTER LEISTUNG

NIEDERLAGE TROTZ ENGAGIERTER LEISTUNG

Auch gegen die stärkste Auswärtsmannschaft der Oberliga gab es für den SV Blau-Weiß Zorbau erwartungsgemäß nicht den ersten Saisonheimsieg. Beim 2:3 (2:2) gegen den FSV Budissa Bautzen zeigte die Mannschaft von Alexander Gerth aber 90 Minuten lang eine engagierte Leistung.

Die Gäste, sich ihrer Angriffsstärke bewusst, belagerten von Beginn an das Zorbauer Tor, Blau-Weiß stand aber meistens gut, so dass es zunächst nicht zu klaren Chancen für die Sachsen kam. In der 18. Minute aber brauchte Tom Hagemann nach einer Ecke auf den kurzen Pfosten nur den Fuß hinzuhalten, um die Gastgeber mit dem 0:1 zu überraschen. Zorbau dagegen hatte wenige, dafür aber hochkarätige Möglichkeiten. Ricky Bornschein scheitere an der Fißabwehr von Gästetorhüter Gorzelanski (12. Minute) und Karl Feldmer verzog nach einer halben Stunde ebenso freistehend aus kurzer Entfernung über das Tor.

Beide waren aber noch in der ersten Halbzeit daran beteligt, dass das Spiel zunächst kippte. Arno Dwars umspielte in der 32. Minute nach einem tollen Pass von Bornschein den Keeper und brauchte nur noch ins leere Tor einschieben. Und Feldmer traf in 41. Minute aus 16 Metern in die untere Ecke zum 2:1. Doch diese Führung hielt nur zwei MInuten ehe erneut Hagemann noch vor der Pause der nicht unverdiente Ausgleich gelang.

Nach dem Seitenwechsel machte Bautzen mit seiner Überlegenheit weiter und wurde durch Paul Jockusch schon früh (49. Minute) belohnt – 2:3. Nur eine Minute zuvor hatte Bornschein die erneute Führung auf dem Fuß, scheiterte aber erneut am Fuß von Gorzelanski. Am Ende hätte es trotzdem doch noch Unentschieden ausgehen können. Doch die Kopfbälle von Feldmer (65.) und Dwars (85.) fanden nicht den Weg ins Tor.

Zorbau: Heine – Strauchmann, Feldmer (69. Hartmann), Falko Löser (69. Zorn), Kai Löser (80. Sascha Rode), Robert Rode, Opolka, Dwars, Bornschein, Muwanga, Nolde (80. Froehlich)

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Verdienter Punkt gegen Ligafavoriten

Verdienter Punkt gegen Ligafavoriten

Mit einer ordentlichen Leistung hat sich der SV Blau-Weiß Zorbau gegen den Tabellendritten SV Union Sandersorf ein verdientes 1:1 (1:1) erkämpft. Bereits in der dritten Spielminute erzielte Michael Fröhlich die Führung, als er nach einer guten Hereingabe von Nils Thurm aus fünf Metern nur noch einnicken musste. Sandersdorf kam nach knapp einer halben Stunde zum Ausgleich durch Danny Wagner, der seinen Oberschenkel in einen scharfen Schuss von Rico Gängel hielt und Zorbaus Torhüter Dominic Heine so keine Chance ließ.

„Wir haben über viele Phasen hinweg das umgesetzt, was wir im Training erarbeitet hatten. Das war eine anständige Leistung gegen einen guten Gegner. Ich bin sehr zufrieden mit dem Punkt“, freute sich Alexander Gerth nach dem Spiel. Der Zorbauer Trainer sah von Beginn eine engagierte Gastgeber-Mannschaft, die vor allem in der zweiten Halbzeit sehr clever und kontrolliert spielte. Dennoch hatten Ricky Bornschein (7.), Marcel Nolde (12.), Dominic Deumer (19.), dessen Freistoß von der Torauslinie Union-Keeper Nick Koller gerade noch an die Latte lenken konnte, sowie erneut Fröhlich (52.) und Nolde (53.) gute Tormöglichkeiten.

Spielbestimmender aber waren die favourisierten Gäste. Gerade in der ersten Halbzeit musste Torhüter Heine doch einige Mal gut parieren, um weitere Gegentreffer zu verhindern. In der zweiten Hälfte ließen die Gastgeber dann nicht mehr soviel zu und rund zwanzig Minuten vor Schluss war das Spiel im Endeffekt entschieden. Denn nach der glatten roten Karte gegen den Ex-Zorbauer Gregor Schlichting hatte Sandersdorf nicht mehr viel entgegenzusetzen. Der Stürmer hatte versucht an der 16-Meter-Kante per Fallrückzieher an den Ball zu kommen, übersah dabei aber Benedikt Strauchmann und traf diesen voll ins Gesicht.

„Vielleicht hätten wir in der Überzahl noch mehr riskieren können. Aber Sandersdorf ist auch mit nur zehn Mann eine sehr gefährliche Mannschaft“, meinte Alexander Gerth. Nach dem jetzt erstmal letzten Gegner aus der oberen Tabellenhälfte geht es für Blau-Weiß Zorbau in den kommenden Wochen gegen solche aus unteren Gefilden. Doch Gerth sieht das keineswegs als leichte Gegner an. „Alle Mannschaften in der Oberliga sind schwer zu bespielen. Wir werden ungeachtet des Tabellenplatzes niemanden unterschätzen“, meinte der Zorbauer Trainer in Hinblick auf die nächste Aufgabe am kommenden Wochenende beim Tabellenletzten Martinroda.

Zorbau: Heine – Strauchmann, Deumer (68. Feldmer), Falko und Kai Löser, Robert Rode, Thurm (91. Hartmann), Fröhlich (68. Ajindo),  Bornschein, Muwanga, Nolde

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