Bericht: Matthias Voss

Gegen den FSV Wacker Nordhausen ist der SV Blau-Weiß Zorbau am Samstag in der NOFV-Oberliga nicht über ein 1:1 (1:0) hinausgekommen. Karl Feldmer brachte den Gastgeber in der 22. Minute verdient in Führung, der Ausgleich der Gäste durch Lennart Liese in der 55. Minute fiel eher unglücklich. „Das war ein dummes Gegentor, weil wir das alle nicht gut verteidigt haben“, ärgerte sich Stürmer Ricky Bornschein nach dem Spiel.

Generell hält er den verpassten Dreier für sehr ärgerlich. Denn Zorbau war teilweise überlegen und hatte auch die besseren Chancen. „In der ersten Halbzeit waren wir klar besser, hätten aber vor dem Tor cooler bleiben müssen“, so Bornschein, der sich von der Kritik selber nicht ausnahm. Er sprach damit unter anderem seine Riesenchance fünf Minuten nach der Führung an, mit der er Wacker-Torhüter Valentin Henning zu einer Glanzparade zwang. Weitere zahlreiche Torraumszenen folgten, was fehlte waren die Abschlüsse. Auf der Gegenseite standen die Nordhäuser zahlreiche Male im Abseits, so dass es mit dem schmeichelhaften 1:0 für die Thüringer in die Kabine ging.

Nach dem Seitenwechsel war es wieder Bornschein, dessen Kopfball in der 51. Minute nach einer Ecke das Tor nur knapp verfehlte. Kurz darauf dann der Ausgleich und in der Folgezeit hätte Nordhausen das Spiel komplett kippen können. Liese verfehlte in der 67. Minute das Zorbauer Tor freistehend doch deutlich und sechs Minuten später hätte Jerome Riedel eigentlich das 1:2 machen müssen. Ein Riesenbock von Blau-Weiß-Keeper Dominic Heine, als er einen Rückpass direkt auf den Fuß des Einwechslers spielte, wurde aber nicht bestraft, weil der Nordhäuser völlig allein vorm Tor weit über dieses verzog.

In der Schlussphase gerieten die Gäste dann noch einmal böse ins Schwimmen. Fabian Schößler, dessen Ball noch auf der Linie geklärt wurde, und erneut Bornschein, der den Ball nach guter Flanke von Falko Löser nicht gut genug kontrollieren konnte, hatten den Siegtreffer auf dem Fuß. „In der zweiten Hälfte war es ein sehr zerfahrenes Spiel mit vielen langen Bällen. Aber wir hätten das einfach besser runterspielen müssen“, meinte Bornschein. Am kommenden Wochenende sieht er aber beim VfL Halle 96 durchaus Siegchancen, „wenn wir den Kampf annehmen und unser bestes Spiel zeigen. Und wenn alle Spieler an Bord sind.“

Zorbau: Heine – Strauchmann, Falko und Kai Löser (72. Thurm), Feldmer, Opolka (72. Schößler), Hartmann, Robert Rode, Dwars (33. Froehlich), Bornschein, Nolde

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