Der Anschluss ist geschafft

Mit seinem dritten Saisonsieg hat der SV Blau-Weiß Zorbau zwar nicht den letzten Tabellenplatz in der NOFV-Oberliga, Staffel Süd, verlassen können - nach dem 1:0 (1:0) gegen den Mitaufsteiger VfL Hohenstein-Ernstthal aber hat die Mannschaft von Trainer Maik Kunze zumindest den Anschluss an den vorletzten Platz geschafft und den Rückstand auf zwei Punkte reduzieren können. Bis zum Klassenerhalt ist es allerdings noch ein weiter Weg, den nach Askania Bernburg hat auch der bisherige Vorletzte VfL Halle 96  das Siegen wiederentdeckt.
"Wir sind auf einem guten Weg. In den letzten sieben Spielen haben wir nur einmal verloren, aber dreimal gewonnen", freute sich Kunze nach dem Spiel über den Arbeitssieg. Der gehe aber voll in Ordnung, "weil ich von Hohenstein-Ernstthal keine wirklich zwingende Torchance gesehen habe." Tatsächlich waren die Gäste in der zweiten Halbzeit spielbestimmender und drängten Zorbau in die eigene Hälfte, aber wirklich Zählbares sprang für den VfL dabei nicht heraus.

In Unterzahl noch einen Punkt erkämpft
"Unsere Zielstellung für den Rest der Saison lautet, kein Spiel mehr zu verlieren. Egal gegen welchen Gegner. Das haben wir heute geschafft",  sagte Trainer Maik Kunze nach dem 1:1 (0:0) seines SV Blau-Weiß Zorbau in der NOFV-Oberliga gegen die SG Union Sandersdorf. Dabei schaffte es der Gastgeber sogar, sich diesen Punkt in Unterzahl zu erkämpfen. Denn in der 65. Spielminute sah Andreas Löser völlig unnötig die rote Karte, nachdem er an Sandersdorfs Steffen Fritzsch eine Tätlichkeit begangen hatte. Der hatte kurz zuvor Lösers Bruder Falko ziemlich hart gefoult. "Das war eine sehr dumme Aktion von Andreas, eine regelrechte Katastrophe", so Kunze.

Niederlage fiel zu hoch aus

Mit einer deutlichen, wenn auch dem Spielverlauf zu Folge viel zu hohen, 6:1-Niederlage, startete der SV Blau-Weiß Zorbau in die Rückrunde und verabschiedete sich damit gleichzeitig in die Winterpause. Bis zur 25.Minute sahen die Zuschauer im Alfred-Kunze-Sportpark einen sehr engagierten Aufsteiger, der es den Hausherren sehr schwer machte, sich gute Torchancen zu erarbeiten. Dann trat Schiedsrichter Johannes Drößler mit einem mehr als umstrittenen Strafstoß dem Gastgeber die Tür zum Erfolg auf. Ob es zu einem Kontakt zwischen den beteiligten Spielern kam, blieb allen Augenzeugen ein Rätsel, den Ball hätte der Chemie-Angreifer jedenfalls nie und nimmer mehr erreichen können, denn der war praktisch schon im Toraus.

Zorbau auch mit Punktgewinn am Zoo

Zum dritten Mal in Folge konnte Zorbau nun punkten, ist mit zehn Zählern im zweistelligen Bereich angekommen und beendet die Hinrunde mit einer Miniserie. Dominieren statt reagieren lautete das Motto für den Matchplan und das gelang auch ganz gut. Da die Hausherren natürlich auch von ihrem "Hausrecht" gebrauch machen wollten, entwickelte sich eine kurzweilige Oberligapartie, in der Zorbau die besseren Chancen aus dem Spiel heraus hatte und der VfL, vornehmlich aus ruhenden Bällen für Gefahr sorgte. Mit Diagonalpässen versuchten die Zookicker die Zorbauer Abwehr auseinander zu reißen, diese waren aber entweder zu ungenau, oder aber blieben in der aufmerksamen Gästeabwehr hängen.

Spiel in der Nachspielzeit noch gedreht

Der SV Blau-Weiß Zorbau hat sein erstes Heimspiel in der NOFV-Oberliga, Staffel Süd, gewonnen. Gegen den VFC Plauen gab es ein 2:1 (0:1) welches allerdings erst in den letzten Spielminuten herausgekämpft wurde. Marvin Zott glich in der 92. Minute die Führung der Plauener durch Dimitrios Komnos (69.) aus. Kapitän Fabian Hietzscholdt gelang zwei Minuten später der umjubelte Siegestreffer. Schiedsrichter Johannes Drößler pfiff das Spiel anschließend gar nicht mehr an.
"Verdient!" sagte Plauens Trainer Daniel Rupf nur zu Maik Kunze, als er nach dem Spiel an ihm vorbei ging. Dieser Meinung war auch der Zorbauer Verantwortliche. "Wir haben an uns geglaubt. Das war ein Sieg des Willens", freute sich Kunze.

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