Zorbau mit Punktgewinn in Gera

Gut erholt präsentierten sich die Zorbauer nach den letzten beiden Packungen beim Gastspiel in Gera. Der Punktgewinn war einer für und durch die Moral. Trainer Maik Kunze hatte seine Elf auf zwei Positionen geändert, Fabian Schößler und Michael Lerchl begannen für Marc Barthmuß und Niklas Hartmann. Zudem war die Spielausrichtung wesentlich defensiver und auf Konter ausgelegt, was sicherlichnach nach zuletzt zehn Gegentoren, dazu auswärts, die logische Konsequenz war und seine Wirkung nicht verfehlen sollte.
Auf Geraer Seite hatte man sich die Partie gegen den Tabellenletzten nicht nur leichter vorgestellt, sondern zum unbedingten Siegspiel ausgerufen, selbst der Stadionsprecher redete vor Spielbeginn nur von einem Heimsieg.

Zorbau ließ sich von alledem nicht beeindrucken, stand kompakt, ging beherzt in die Zweikämpfe, konzentrierte sich voll und ganz auf sein eigenes Ding und wurde nach einer Viertelstunde mit der ersten Führung in einem Oberligaspiel belohnt. Zügig ging die Kugel auf die rechte Seite, von wo aus Marcel Kießling Richtung kurzen Pfosten flankte und Arno Dwars veredelte den Angriff mit der Führung. Kurz zuvor hatte die Wismut-Elf eine noch klarere Chance, aber Micheal Lerchl warf sich kurz vor der Torlinie in den Schuss und verhinderte mit seinem Einsatz den frühen Rückstand. Diesem lief nun der Gastgeber hinterher, aber immer wieder in der dicht gestaffelten Zorbauer Abwehr fest. Kurz vor der Halbzeit durfte sich dann auch Torhüter Denis Dickmann, der bis dahin überhaupt nicht eingreifen musste, zwei Mal auszeichnen, so dass es mit einem schon fast ungewohnten Gefühl der Führung in die Halbzeitpause ging.

Beide Teams kamen mit je einem neuen Spieler aus der Kabine, der Ex-Zorbauer Marcel Nolde durfte schon duschen und Arno Dwars musste auf Grund muskulärer Probleme selbiges tun. Das Wismut nun im eigenen Stadion versuchen würde noch mehr zu drücken, war keine wirkliche Überraschung und hätte den Gästen sogar in die Karten spielen können, wenn da nicht dieses hohe Bein im eigenen Strafraum gewesen wäre. Über Strafstöße gibt es bekanntlich zumeiste zweierlei Ansichten, aber selbst eingefleischte Wismutfan`s haben diesen mit einem Schmunzeln dankend angenommen. Gera`s auffälligster Spieler Carsten Weis verwandelte kurz und trocken zum 1:1-Ausgleich. Wer auf Geraer Seite nun auf einen Einbruch der Gäste gehofft hatte, sah sich getäuscht. Wismut hatte deutlich mehr Angriffsaktionen, aber Zorbau den Willen zumindest diesen einen Punkt mitzunehmen und verteidigte diesen entsprechend leidenschaftlich. Etwa zehn Minuten vor dem Ende hätte man sich mit einer der Konterchancen sogar noch richtig belohnen können, aber Marcel Kießling bekam nicht den nötigen Druck hinter seinen Kopfball, so dass das Leder knapp am langen Pfosten vorbei strich. Gera`s Trainer Frank Müller trieb seine Mannschaft inzwischen pausenlos nach vorn und wollte die drei Punkte förmlich erzwingen, was mehr und mehr zu einem kopflosen Anrennen führte. Den Kopf verlor dann auch sein Torschütze Weis, der in der Nachspielzeit seine eigene gute Leistung nachträglich durch die Ampelkarte revidierte und somit im nächsten Spiel fehlen wird. Richtig feiern konnte am Feiertag dann keiner, die Wismut-Anhänger waren ebenso sauer wie ihr Trainer, die Zorbaufan`s haderten mit dem Strafstoß und ihre Spieler hatten den moralischen Wert dieses Punktgewinns noch nicht ganz verinnerlicht. Am zufriedensten schien in diesem Augenblick das in Mannschaftsstäke angereiste Präsidium, welches die erwartete Reaktion gesehen hatte und eine in allen Belangen verbesserte Mannschaft. Daran gilt es sich schon am Samstag beim nächsten Auswärtsspiel in Ludwigsfelde zu orientieren und dann das letzte Quentchen Glück endgültig zu verdienen.

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