In Unterzahl noch einen Punkt erkämpft
"Unsere Zielstellung für den Rest der Saison lautet, kein Spiel mehr zu verlieren. Egal gegen welchen Gegner. Das haben wir heute geschafft",  sagte Trainer Maik Kunze nach dem 1:1 (0:0) seines SV Blau-Weiß Zorbau in der NOFV-Oberliga gegen die SG Union Sandersdorf. Dabei schaffte es der Gastgeber sogar, sich diesen Punkt in Unterzahl zu erkämpfen. Denn in der 65. Spielminute sah Andreas Löser völlig unnötig die rote Karte, nachdem er an Sandersdorfs Steffen Fritzsch eine Tätlichkeit begangen hatte. Der hatte kurz zuvor Lösers Bruder Falko ziemlich hart gefoult. "Das war eine sehr dumme Aktion von Andreas, eine regelrechte Katastrophe", so Kunze.

Zwar gingen die Gäste keine fünf Minuten später durch Fritzsch, der für sein Foul übrigens Gelb sah, in Führung, nachdem er aus gut 30 Metern den Ball wie einen Strich in den Winkel hämmerte. Aber zu einer Katastrophe kam es dann doch nicht. Denn Zorbau steckte in Unterzahl keineswegs auf, drängte kontrolliert weiter auf das Sandersdorfer Tor und wurde nach 82 MInuten auch dafür belohnt. Ein gut getimter Freistoß des an diesem Tag sehr offensivfreudigen auf der rechten Abwehrseite eingesetzen Fabian Schößler drehte sich an Freund und Feind vorbei an den langen Pfosten, wo Alexander Palme goldrichtig stand und per Kopfball ins Netz traf.
Von Beginn an war die Partie zwischen Zorbau und Sandersdorf sehr zerfahren und umkämpft. "In den ersten 20 Minuten war Sandersdorf einfach besser, aber danach haben wir ins Spiel gefunden", stellte Maik Kunze fest. Ohne Mittelfeldgeplämkel rannten beide Mannschaften die Abwehr des Gegners immer wieder an, doch beide Verbünde standen relativ sicher. Relativ, weil die Zorbauer Hintermannschaft zweimal extrem pennte. In der 16. Minute liefen sich Hietzscholdt und Barthmuß gegenseitig über den Haufen, so dass Union mit gleich zwei Mann völlig frei vor Neu-Torhüter Oliver Arendt waren. Den ersten Schuss von Denis Zivcec parierte dieser noch stark, den Abpraller setzte Fritsch dann knapp am Tor vorbei. In der 32. Minute eine ähnliche Situation. Diesmal versuchte der Gastgeber auf Abseits zu spielen, was nicht gelang. Der wieder freistehende Zivcec verpasste wieder das Zorbauer Tor nur hauchdünn.
Getrübt wird der Punktgewinn des Tabellenletzten der Oberliga von der verletzungsbedingten Auswechslung von Simon Kügler. Der fiel MItte der ersten Halbzeit bei einem Zweikampf so unglücklich auf sein Handgelenk, dass dieses sehr wahrscheinlich gebrochen ist. Kügler musste ausgerechnet an seinem 25. Geburtstag nach nicht einmal einer halben Stunde ausgewechselt und wurde ins Krankenhaus gebracht. "Es war das erwartet, kampfbetonte Spiel. Wir wollten es erzwingen, haben aber dennoch nicht hinten aufgemacht, sondern kontrolliert weiter gespielt und auf einen Standard gehofft. Das ist eingetroffen. Mit dem Punkt kann ich gut leben", so Kunze.    
Zorbau: Arendt - Hietzscholdt, Palme (86. Freudenberg), Zott, Falko und Andreas Löser, Barthmuß, Lerchl, Kügler (28. Kiessling), Schößler, Winkler (80. Hartmann)

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