Führung in Schlussminuten noch verspielt

Die erste Oberliga-Saison für den SV Blau-Weiß Zorbau stand auch im drittletzten Heimspiel unter keinem guten Stern. In den Schlussminuten verspielte die Mannschaft von Trainer Maik Kunze noch eine 2:0-Führung und verlor das Spiel gegen den FSV Wacker Nordhausen II mit 2:3 (0:0). "Das ist schon sehr enttäuschend. Vor allem wenn du in der 72. Minute das 2:0 machst und bis dahin nicht so viel zugelassen hattest", sagte Kunze nach dem Spiel.
Tatsächlich hatten die Gäste über weite Strecke mehr vom Spiel, aber wirklich zwingende Torchancen kamen dabei nicht heraus. Nach den ersten 20 guten Minuten überließen die Zorbauer unerklärlicherweise den Nordhäusern das Spiel, standen aber größtenteils sicher in der Abwehr. Kurz vor der Halbzeitpause machten die Gastgeber dann wieder mehr für die Offensive und hatten durch Marvin Zott (41. Minute) und John Winkler (45.) zwei erste gefährliche Sizuation vor dem Wacker-Tor.

Nach dem Seitenwechsel war es wieder Winkler, der mit einem guten Freistoß das Tor nur denkbar knapp verpasste. Die Gastgeber waren wieder im Spiel. Das merkte man in der 59. Minute, als Marvin Zott geistesgegenwärtig in eine schlechte Kopfball-Rückgabe lief und anschließend gefoult wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte, mit reichlich Glück, weil Wacker-KeeperRuben Aulig am Ball war, Andy Haupt eine Minute später. Zwei Minuten später hätte John Winkler schon erhöhen können, aber allein vor dem Gästetor hob er den Ball am Torhüter, leider aber auch am Tor, vorbei.
Besser machte es Marcel Kießling, der nach einem Konter eine mustergültige Vorlage von Khemgin Solivani sicher zum 2:0  verwandelte. Wer nun dachte, dass der vierte Saisonsieg nun unter Dach und Fach ist, sah sich bitter getäuscht. "Wir sind dann oftmals einen Schritt weniger gegangen, haben scheinbar unwichtige Zweikämpfe im Mittelfeld nicht angenommen und die Situation einfach falsch eingeschätzt. Auf diesem Niveau wird so etwas dann eben bestraft", resümierte Trainer Kunze. Eine Fehleinschätzung war so zum Beispiel die falsch postierte Vier-Mann-Mauer beim Freistoß zum 1:2 durch Nils Pfingsten-Reddig (77. Minute). Und, dass Felix Schwerdt innerhalb von zwei Minuten (87. und 88. Minute) im Strafraum fast ungehindert zum Schuss und dadurch zu zwei Treffern kommen konnte, war auch nicht im Sinne des Erfinders.
So bleibt dem SV Blau-Weiß Zorbau nur wieder einmal die Erkenntnis, dass es für die Oberliga eben (noch) nicht reicht. "Die Moral ist super und wir haben auch ordentlich gespielt. Aber nach dem 1:0 gegen Hohenstein-Ernstthal hätten wir das Momentum nutzen und weiter punkten müssen", sagte Kunze.   
Zorbau: Arendt - Zott, Khemgin Solivani (80. Baudisch), Falko Löser, Barthmuß, Hietzscholdt, Haupt, Lerchl (Freudenberg), Kießling, Kügler (58. Hartmann)

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