Noch fehlt Glück und Konsequenz

Der SV Blau-Weiß Zorbau bleibt auch nach dem zweiten Spieltag in der NOFV-Oberliga, Staffel Süd, ohne Punkt und Tor. Im ersten Auswärtsspiel beim Derby beim 1. FC Merseburg gab es eine 0:1 (0:0) – Niederlage. Nach einem Eckball nutzte Benedikt Strauchmann in der 55. Minute eine große Unordnung in der Zorbauer Hintermannschaft zum Tor des Tages. “Wir waren in allen Belangen die bessere Mannschaft. Aber wieder fehlte teilweise die Konsequenz in der Abwehr und im Angriff”, war Zorbaus Cheftrainer Maik Kunze enttäuscht. Fußballerisch fand er seine Mannschaft sogar noch besser als beim 0:2 in der Vorwoche gegen den VfB Krieschow.

 

Den besseren Start in das Spiel erwischten die Hausherren, die in den Anfangsminuten mehrere gute Tormöglichkeiten hatten, unter anderem sogar nur den Pfosten trafen. Danach aber kam Blau-Weiß besser ins Spiel und übernahm die Kontrolle. Das Ergebnis waren eigene Torchancen, die aber von John Winkler (trifft mit Freistoß nur die Latte) und Ricky Bornschein (ein gegnerischer Fuß war noch dazwischen) nicht verwertet werden konnte. Teilweise half, vor allem bei zahlreichen gefährlichen Eckstößen, auch der starke Wind.

 

Dieser bließ den Zorbauern in der zweiten Halbzeit dann aber erstmal noch wesentlich heftiger ins Gesicht. Keine zehn Minuten nach dem Seitenwechsel fiel dann so auch das entscheidene Tor für Merseburg. Dennoch übernahm der Gast nach einer Stunde wieder das Spiel und machte mehr und mehr die Abwehr auf. Während vorne aber außer einer Chance von Winkler, die auf der Torlinie gerettet wurde, nicht viel heraussprang, musste Dominic Heine im Zorbauer Kasten mehr als einmal Kopf und Kragen riskieren. Vor allem der 15-Tore-Mann der Vorsaison, Kay Seidemann, scheiterte ein ums andere Mal an “Heini”. Die aber größte Szene im gesamten Spiel hatte der eingewechselte Dominik Deumer. Unmittelbar vor dem Abpfiff zwang er FC-Keeper Lukas Wurster aus drei Metern zu einer Glanzparade.

 

“Wir haben in zwei Spielen nichts geholt, das müssen wir dann eben in der kommenden Woche gegen Erfurt nachholen”, gab Maik Kunze eine klare Marschrichtung für den kommenden Sonntag, 14 Uhr in Zorbau, vor. Dass die Rot-Weißen einen großen Namen besitzen, bedeute für ihn, “dass die auch nur mit elf Mann antreten werden.” Kunze möchte möglichst schnell einen Teufelskreis aus Misserfolg, Zweifeln und schlechten Spielen durchbrechen. “Nach vier, fünf Spielen können wir schon mal eine erste Bilanz ziehen, noch ist es dafür natürlich viel zu früh”, so der Zorbauer Trainer.

 

Zorbau: Heine – Sascha Rode (62. Deumer), Robert Rode, Hartmann (62. Reichmuth), Winkler, Zorn (80. Dose), Winkler, Thurm (80. Solivani), Schlichting, Schößler, Bornschein, Muwanga

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