Spät, aber verdient belohnt

Bis in die Nachspielzeit musste der SV Blau-Weiß Zorbau warten, um den Tabellenletzten VfB Sangerhausen mit 1:0 (0:0) zu schlagen. Ein quer am Tor entlang gespielter Ball erreichte Robert Rode am langen Pfosten, der das Leder zum vielumjubelten Siegtreffer in die Maschen drückte. Damit verkürzte die Mannschaft von Trainer Maik Kunze den Rückstand auf Tabellenführer Romonta Amsdorf, der gegen Barleben nur zu einem 1:1 kam, auf fünf Punkte. “Das war hochverdient, weil wir 90 Minuten auf ein Tor gespielt und von Sangerhausen nichts zugelassen haben”, freute sich der Zorbauer Cheftrainer über den Erfolg.



Dass es zu einem Geduldsspiel kommen würde, war bei der Tabellenkonstellation jedem klar. So verteidigte Sangerhausen mit einer 5-4-1-Formation nach allen Kräften. Dazu kamen noch schlechte Platzverhältnisse und ein starker Wind, der zahlreiche Bälle willkürlich über den Platz wehen ließ. So fanden die Blau-Weißen vor allem in der ersten Halbzeit nicht wírklich ein Mittel, um die Sangerhäuser Abwehr zu knacken. Erst unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff zwang John Winkler mit einem scharfen Freistoß Gästetorhüter Maik Bemmann zu einer Glanzparade.



Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts gab es zwei weitere nennenswerte Situationen. Zunächst hob Sebastian Konik den Ball aus fünf Metern über das Tor (48. Minute), anschließend wurde ein eigentlich harmloser, hoher Ball aus 40 Metern noch gefährlich für Bemmann. In der 57. Minute hatte Marcel Nolde eine große Chance, scheiterte aber ebenfalls am guten VfB-Keeper. Nach einer flauen Viertelstunde bließ Zorbau zur Schlussoffensive. Doch mehr als ein toller Schuss von Winkler, der gerade so mit dem Fuß abgewehrt werden konnte, kam nicht mehr heraus. Als sich alle mit dem 0:0 abgefunden hatten, schaffte Robert Rode doch noch die Entscheidung.



“Das war ein wichtiger Sieg, weil wir ja auch wussten, wie die anderen gespielt hatten. Ein Unentschieden wäre da natürlich zu wenig gewesen. Es war bei den Verhältnissen kein schönes Spiel, aber wir haben mit Willen gewonnen, nur das zählt”, meinte Maik Kunze. Dass er auf Arno Dwars (Arbeit), Yannick Eiteljörge und Michael Lerchl (jeweils krank) verzichten musste, konnte er durch einen tiefen 17-Mann-Kader gegen Sangerhausen wieder ausgleichen.



Zorbau: Heine – Andreas und Falko Löser, Sascha und Robert Rode, Thurm, Winkler (90. Eric Löser), Hartmann, Nolde (74. Solivani), Konik, Schößler (62. Kügler)

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