SV Blau-Weiß Zorbau – FC Rot-Weiß Erfurt 0:4 (0:1)

Auch in der Höhe verdient

Nichts zu holen gab es für den SV Blau-Weiß Zorbau gegen den hohen Ligafavouriten FC Rot-Weiß Erfurt. Beim 0:4 (0:1) kamen die Gastgeber nicht einmal ansatzweise in die Nähe einer Überraschung, die ihnen in der vergangenen Saison noch beim 2:1-Heimspielsieg gelungen war. Zu allem Überfluss verletzte sich Kai Löser auch noch bei einer Abwehraktion und musste mit Verdacht auf einen Beinbruch Mitte der zweiten Halbzeit ins Krankenhaus gefahren werden. Dafür gab Tarek Ajindo sein Debut, nachdem er erst diese Woche vom 1. FC Merseburg verpflichtet worden ist.

Von Beginn an waren die Thüringer, gespickt mit Dritt- und Regionalliga-erfahrenen Spielern, die spielbestimmte Mannschaft. Zorbau schaffte es sogar kaum, einmal über die Mittellinie zu kommen, so sehr wurden sie hinten reingedrängt. Folgerichtig hatte Erfurt Chancen über Chancen, während es von den Blau-Weißen nicht einen Torschuss zu verzeichnen gab. Doch Kay Seidemann oder auch Artur Mergel verziebten zahlreiche Möglichkeiten. So hätte es schon zu Pause wesentlich höher stehen können oder müssen als 1:0. Für diesen Treffer sorgte Fatlum Elezi in der 22. Minute.”In der ersten Halbzeit haben wir uns phasenwesie noch ganz gut verkauft und auch einiges verhindert. Aber dann zeigte sich die individuelle Stärke der Erfurter”, sagte Zorbaus neuer Trainer Alexander Gerth.MIt einem Doppelpack von Elezi (47.) und Tom Woiwod (52.) sorgte Rot-Weiß dann schnell für die Entscheidung. Und erst nachdem Elezi in der 66. Minute mit seinem dritten Tagestreffer den Endstand herstellte, konnte sich der Gastgeber endlich mal ein bisschen befreien und nach vorne spielen. So gab es dann in der Schlussphase auch noch die eine oder andere Torchance durch die eingewechselten Sascha Rode und Oskar Zorn.

“Klar, uns fehlten eine Menge wichtiger Spieler. Aber das soll keine Entschuldigung sein, denn auch die anderen können ja Fußball spielen”, sprach Gerth nach dem Spiel das Fehlen von Kapitän Falko Löser, Stürmer Arno Dwars oder auch Fabian Schößler an. Dazu fehlte am Ende die Kraft, hervorgerufen auch durch die englische Woche mit dem Spiel am Donnerstag in Plauen (1:4). Nun heiße es nach vorne zu schauen. “In Grimma bin ich wieder optimistisch, dass wir uns belohnen werden”, hofft Gerth auf mindestens einen Punkt am kommenden Wochenende.
Zorbau: Heine – Strauchmann, Nolde, Winkler (45. Deumer), Kai Löser (63. Zorn), Opolka (78. Sascha Rode), Ajindo (45. Thurm), Reichmuth (82. Salomon), Toni Hartmann, Bornschein, Muwanga​