SV Blau-Weiß Zorbau – VfB Krieschow 2:2 (1:0)

REMIS IN ALLERLETZTER SEKUNDE

Was für ein Heimspielauftakt für den SV Blau-Weiß Zorbau in der NOFV-Oberliga, Staffel Süd! Gegen den Favouriten VfB Krieschow (bei Cottbus) gelang in allerletzter Sekunde noch der Ausgleich zum dann doch eher glücklichen 2:2 (1:0). Damit gab es auch im vierten Oberligaspiel gegen die Gäste keinen Sieg, aber der wäre nicht völlig unmöglich gewesen. Und das hätte dann sogar die Tabellenführung, zumindest für einen Tag, bedeutet. Mit nun vier Punkten aus den ersten beiden Spielen stehen die Zorbauer aber dennoch sehr gut da.

Bis zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit hielt die 1:0-Führung der Gastgeber. Kai Löser hatte bereits in der siebten Minuten mit einem wunderschönen Außenrist-Schlenzer in den langen Winkel getroffen. In der Folgezeit zeigte sich aber, dass Krieschow zu recht seit Jahren zu den Spitzenmannschaften in der Oberliga zählt. Die Brandenburger bestimmten das Spiel und hatten auch mehr Chancen. Allerdings kam in der ersten Halbzeit genauso wenig Zählbares dabei heraus wie bei Blau-Weiß, die sich nach und nach auch immer mal befreien konnten.

Nach dem Seitenwechsel machte der VfB dann richtig ernst und Blau-Weiß-Torwart Dominik Heine zum besten Mann auf dem Platz. Zunächst hielt die Nummer 1 in der 54. Minute mit einer Glanzparade gegen den guten Kopfball von VfB-Torjäger Andy Hebler. Und kaum zehn Minuten später hatte er nach einer guten Parade Glück, dass der eingewechselte Martin Zurawsky das leere Tor aus fünf Metern nicht traf und dann Ball stattdessen sogar über den Fangzaun bugsierte.

In der 80. Minute aber war auch Heine machtlos, auch wenn er an dem gut getimten Kopfball von Zurawsky noch fast dran war. Riesenjubel dann bei Krieschow in der Schlussminute. Zwar vereitelte Dominik Heine eine weitere Krieschower Großchance, der Abpraller landete aber direkt vor die Füße von Martin Dahm – 1:2. Als Schiedsrichter Richard Lorenz, auch wegen diverser Foulaktionen beider Mannschaften, fünf Minuten Nachspielzeit anzeigte, nahm der Gastgeber noch einmal allen Mut zusammen. Und wurde belohnt, als sich Neuzugang und Jena-Doppeltorschütze Benedikt Strauchmann toll gegen VfB-Keeper Fritz Pflug durchsetzte und auf Dominik Deumer passte, der keine keine Probleme hatte, das Leder aus kürzester Entfernung in die Maschen zu drücken.

Zorbau: Heine – Strauchmann, Nolde, Winkler (60. Deumer), Feldmer, Kai Löser (45. Thurm), Opolka (90. Reichmuth), Toni Hartmann (90. Robert Rode), Schößler (67. Froelich), Bornschein, Muwanga​