Vor der längeren Corona-bedingten Zwangspause in der NOFV-Oberliga hat der SV Blau-Weiß Zorbau nach zuletzt fünf Niederlagen überraschend noch einen Punkt geholt. Gegen den hochfavourisierten Tabellendritten FC Oberlausitz Neugersdorf gelang der Mannschaft von Trainer Maik Kunze ein 2:2 (1:0). “Ich freue mich sehr, weil die Jungs heute alles reingeworfen haben. Der Punkt ist mehr als verdient”, so Kunze.

 

Von Beginn an hielt der Gastgeber das Spiel gegen den Ex-Regionalligisten lange offen. Mit einem defensiven 5-3-2-System ging man sehr körperlich in die Zweikämpfe und hatte auch durch das Stürmerduo Arno Dwars und Gregor Schlichting den einen oder anderen Abschluss vor dem Neugersdorfer Tor. Die besseren Chancen aber hatten die Gäste aus dem sächsischen Dreiländereck. So fiel das 1:0 in der 45. Minute doch eher überraschend. Niklas Hartmann stand nach toller Vorarbeit von Schlichting frei vor dem Gästetor und traf unhaltbar ins lange Eck.

 

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Oberlausitzer erneut, wer der Favourit auf dem Platz war, drängte vehement auf den Ausgleich und wurde schnell belohnt. Der hochgewachsene Abwehrchef Franz Magdeburg traf aus 18 Metern unhaltbar in den Winkel. Auch spielerisch wurden die Gäste immer besser und so war auch der Führungstreffer nur eine Frage der Zeit. In der 70. Minute profitierte Tobias Drassdo von einem Abwehrschnitzer von Schößler und Konik. Wenige Minuten zuvor hatte Fabian Schößler aber eine große Szene, als er aus 20 Metern Patrik Klouda im Neugersdorfer Tor zu einer Glanzparade zwang.

 

Dadurch zeigte sich, dass Zorbau keineswegs chancenlos an diesem Tag sein sollte. Die eingewechselten Khemgin Solivani, Nils Thurm und Oskar Zorn sorgten für eine sichtbare Belebung nach Vorne. Und so war es Solivani, der freigespielt in der 84. Minute das umjubelte 2:2 erzielte. Nur eine Minute später traf Zorn aus zwei Metern nur den Pfosten. Und nach der anschließenden Ecke verpasste Thurm das Gehäuse nur um Zentimeter. “Wir hätten am Ende mit ein bisschen mehr Mumm durchaus noch gewinnen können. So ist das Unentschieden völlig verdient”, resümierte Maik Kunze.

 

In der Lockdown-Zeit ohne Mannschaftstraining wird er seinen Spielern einen individuellen Trainingsplan mitgeben und vor allem darauf hoffen, dass sich die vielen angeschlagenen Spieler erholen und ihre Fitness wieder verbessern können. “Die Stimmung, die wir zum Schluss gehabt haben, ist genau die, die wir für die Oberliga brauchen. Neugersdorf gehört unbestritten zu dem Besten was es in der Liga gibt. Hier einen Punkt zu holen ist Gold wert, auch weil wir nicht mit einer erneuten Niederlage in die Pause gehen wollten”, sagt Kunze.

 

Zorbau: Heine – Robert Rode, Reichmuth (77. Thurm), Konik, Schößler, Hartmann (63. Dose; 93. Sascha Rode), Falko Löser (77. Zorn), Deumer (63. Solivani), Feldmer, Schlichting, Dwars

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