Fast sechs Wochen nach dem letzten Heimsieg (4:0 gegen Kelbra) hat der SV Blau-Weiß Zorbau mal wieder ein Spiel vor eigenem Publikum gewonnen. Mit dem 2:0 (2:0) gegen einen überraschend schwachen SV 1890 Westerhausen verbesserte sich die Mannschaft von Trainer Maik Kunze vom siebten auf den fünften Tabellenplatz. Zum Spitzenduo Halle-Ammendorf (2:1 gegen Sangerhausen) und Amsdorf (1:0 gegen Thalheim) bleibt es aber bei fünf Punkten Rückstand. Gegen die Harzer entschieden John Winkler (32. Minute) und Nils Thurm (34.) mit einem Doppelschlag das Spiel schon in der ersten Halbzeit.

“In den letzten zehn Minuten waren wir nicht mehr so souverän.

 

Aber davor haben die Spieler das umgesetzt, was wir wollten”, freute sich Kunze nach dem Spiel und sprach von einem verdienten Sieg. Seine Mannschaft habe diesmal mehr gegen den Ball als mit dem Ball gespielt und Westerhausen dadurch schon im Ansatz kaum bis keine Entfaltungsmöglichkeiten geboten. So waren die Gastgeber im Umkehrspiel auch wesentlich gefährlicher und hätten den Sieg noch eindeutiger gestalten können. Doch gute Chancen durch Khemgin Solivani (4.), John Winkler (51.), Arno Dwars (65.) oder auch Yanick Eiteljörge (73.) konnten nicht verwertet werden.

 

Besser machten es Winkler in der 32. als er plötzlich mutterseelenallein am Elfmeterpunkt stand und dem Westerhäuser Torhüter genauso keine Abwehrchance bot, wie zwei Minuten später Nils Thurm, der mit einem satten 27-Meter-Knaller ins linke obere Eck traf. Zum Schluss hätte es aber noch einmal spannend werden können, wenn die Gäste drei-vier glasklare Torchancen nicht teilweise fahrlässig vergeben hätten.

 

“Aber wir wollen nicht nur zuhause, sondern auch auswärts gewinnen”, blickte Kunze nach dem Spiel schon einmal voraus auf die kommende Aufgabe am Sonntag in Thalheim. Beim Tabellenletzten, der normalerweise seine Heimpartien unter Flutlicht und viel Stimmung von der Tribühne Freitag abends austrägt, sollten nach Möglichkeit wieder drei Punkte eingefahren werden. “Aber andere Mannschaften schlafen in dieser Liga nicht. Man muss nicht glauben, dass man als Oberliga-Absteiger etwas geschenkt bekommt”, warnte der Zorbauer Trainer. Das 2:2 vor einer Woche beim damals Vorletzten Fortuna Magdeburg sollte noch in Erinnerung sein.

 

Zorbau: Heine – Eiteljörge, Thurm, Andreas und Falko Löser, Solivani (79. Schößler), Robert und Sascha Rode (54. Konik), Winkler (85. Kügler), Lerchl, Dwars

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