SV Blau-Weiß Zorbau

2.Runde Landespokal (SV BW Zorbau - 1.FC Zeitz)

von Mike Schütz erstellt am 11.10.2015

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Alexander Palme schießt Zorbau ins Achtelfinale
Nach einem 2:1-Erfolg im Pokalderby gegen den 1.FC Zeitz steht der SV Blau-Weiß Zorbau erstmals seit seinem Bestehen in einem Achtelfinale des Landespokals und krönte damit einen bisher äußerst gelungenen Saisonstart.
Alexander Palme war es zu verdanken, dass dieses Spiel nicht in die Verlängerung ging, denn Schiedsrichter Franz Unger hatte gerade die Nachspielzeit angezeigt, als Palme den Siegtreffer erzielte.

Die Zuschauer hätten sicherlich nichts gegen eine Verlängerung einzuwenden gehabt, denn sie hatten bis dahin neunzig hoch attraktive Pokalminuten gesehen. Beiden Teams war es anzumerken, dass sie die nächste Pokalrunde unbedingt erreichen wollten und gingen dementsprechend engagiert zur Sache. Zeitz begann äußerst aggressiv und schien Zorbau damit auf eigenem Platz beeindrucken zu wollen und nicht erst zu deren Rhythmus finden lassen. Das gelang etwa zehn Minuten lang, dann übernahmen die Hausherren zusehends das Kommando und erspielte sich die ersten Chancen. Geschickt riss Zorbau mittels kluger Diagonalbälle immer wieder die Zeitzer Abwehr auseinander, hatte durch die präzise geschlagenen Bälle viel Platz auf den Flügeln, den hauptsächlich Sergio Savanha und Patrick Baudisch gut zu nutzen wussten. Immer häufiger rückte der Zeitzer Keeper Benjamin Grunert in den Fokus des Geschehens und hielt sein Team mehrfach mit starken Reflexen im Spiel. Da sich die Elsterstädter hier aber nicht auf Abwehrarbeit beschränken wollten und selbst auch aktiv in Richtung Zorbauer Tor unterwegs waren, hatten die Zuschauer beider Lager richtig Spaß an dieser Partie. Bei einem satten Schuss von Falko Löser regierte Grunert ebenso prächtig, wie kurz vor dem Pausenpfiff, als ihn Palme schon überlupft hatte, er das Leder aber noch vor der Linie einholte. So wurde dann in der Pause schon spekuliert, ob nicht manchmal ein einziger Zeitzer Konter, den Spielverlauf auf den Kopf stellen würde, eine Vorstellung die zumindest unter den zahlreichen Zeitzer Fans durchaus Befürworter fand. Die Mehrheit der Zorbauer Anhänger war sich hingegen sicher, dass es wohl nur eine Frage der Zeit wäre, wann man eine der vielen Chancen auch in einen Torerfolg ummünzen würde. Sie mussten dann aber noch bis zur 72.Minute warten, ehe ihre Prognose eintraf. Falko Löser zirkelte einen Freistoß aus gut zwanzig Metern direkt und für Grunert unhaltbar über die Mauer ins Tor. Für eine Art Schockstarre blieb den Gästen gar keine Zeit, denn praktisch im Gegenzug war der Zeitzer Pokaltorschütze vom Dienst, Khemgin Solivani zur Stelle und erzielte den völlig überraschenden Ausgleich. Scheinbar hatte man sich seitens der Gastgeber nach dem eigenen Torjubel noch nicht wieder richtig gesammelt, denn in der Entstehung des Gegentores war mehr als nur einmal die Gelegenheit dieses zu verhindern, so aber brachte Solivani mit seinem fünften Pokaltor die Gäste zurück ins Spiel. Bis eben zur 90.Minute. Da war es seine eigene Abwehr die ebenso unentschlossen wirkte, Grunert bei einer hohen Flanke nur zweiter Sieger gegen Maik Witt blieb und Palme im Gewühl die Übersicht behielt. Der Zeitzer Protest fiel auch nur spärlich aus und die meisten Zuschauer waren über den Schlusspfiff zwei Minuten später durchaus froh, denn trotz einer kurzweilige rassigen Partie, zog allmählich die Oktoberkälte über den Platz. Die Gastgeber belohnten sich mit dem Achtelfinale für eine sehr engagierte Leistung selbst, denn Zeitz hatte zwar deutlich weniger Torchancen, verlangte den Zorbauern aber über neunzig Minuten alles ab.
Es spielten Nico Wasewitz im Tor, Fabian Hietzscholdt, Marcel Schöps, Christopher Dillgen, Alexander Palme, Maximilian Schnelle, Patrick Baudisch, Maik Witt, Falko Löser, Kevin Haschke (Thomas Proschwitz) und Sergio Savanha

Pokal gegen Zeitz
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