SV Blau-Weiß Zorbau

FC Grün-Weiß Piesteritz - SV Blau-Weiß Zorbau 1:1 (1:1)

von Mike Schütz erstellt am 19.11.2017

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Das erwartet schwere Spiel
Spiel eins, nach einer Serie von Siegen gegen die direkte Konkurrenz an der Tabellenspitze, bzw. gegen Oberligisten im Pokal, wurde nun beim Tabellenschlusslicht fast zum Stolperstein. Trainer Maik Kunze hatte seine Elf gegenüber dem Pokalfight gegen Bernburg gleich auf sieben Positionen geändert, oder krankheitsbedingt auch ändern müssen. So blieb Abwehrchef Janick Eiteljörge gleich ganz zu Hause und Torjäger Alexander Palme saß dick eingepackt auf der Bank. Im Tor erhielt mal wieder Dennis Dickmann für Tobias Grün seine Einsatzzeit und einige Stammkräfte, die in den letzten Wochen praktisch durchgespielt hatten, sollten ganz einfach auch einmal eine Pause bekommen. Diese Rotation war am Anfang des Spiels auch überhaupt nicht zu merken.

Es wurde sofort auf den Ball gegangen, der freie Mann gesucht und angespielt, viel über die Außen agiert und den Gastgeber hinten rein gedrängt. Der Lohn dafür war die frühe Führung durch Khemgin Solivani, der nach Vorarbeit von Christopher Luther nicht lange fackelte, trocken abzog und der Aufsetzer war drin. Bis zur 20.Minute änderte sich an diesem Bild nicht viel und wenn Patrick Baudisch und Solivani bei der nächsten ganz dicken Chance aus sechs Metern das zweite Tor machen, wäre die Partie wahrscheinlich anders verlaufen. So aber befreiten sich die Piesteritzer nach und nach aus dieser anfänglich gefährlichen Defensivhaltung, überbrückten das Mittelfeld mit langen Bällen auf den langen Steiner, der sie einfach per Kopf verlängerte und damit die Zorbauer Außenverteidiger ins Laufen brachte. Lange resultierten wenig nennenswerten Chancen daraus, aber es brachte Entlastung für die Piesteritzer Defensive, auch weil Zorbau nicht mehr früh und konsequent auf Balleroberung ging. Man ließ den Gegenspielern einfach zu viel Platz und die zeigten, dass sie damit durchaus etwas anzufangen wissen, schöpften Mut, schmissen sich in jeden Ball und bauten sich mit jedem gewonnen Zweikampf weiter auf. Als Markus Niemitz in der 37.Minute den Ausgleich erzielte, war das nicht nur der Endpunkt einer Zorbauer Fehlerkette, die weit vor dem eigenen Tor begann und im Strafraum endete, sondern auch der endgültige Hoffnungsschimmer für das Tabellenschlusslicht. Ab da wurde es genau zu diesem vorher angekündigten schwersten Saisonspiel. Genau wie Zorbau vor einer Woche gegen Bernburg, wuchs diesmal der vermeintlich krasse Außenseiter förmlich über sich hinaus. Sie fighteten, als wäre es schon das entscheidende Endspiel gegen den Abstieg, bauten sich nach jeder unterbundenen Gästechance auf und suchten sogar ihr Heil im Angriff. Zwar waren diese allesamt ganz simpel gestrickt, weite Bälle, Kopfballverlängerung und dann helfe uns der liebe Gott, erzielten aber ihre Wirkung. Zorbau verzettelte sich oft im klein – klein, zu viele unnötige Offensivzweikämpfe wurden geführt und kaum noch, den nicht wirklich sicher wirkenden Torhüter Jan Hanzal, ernsthaft in Bedrängnis gebracht. Der schon fast an Sturmböen grenzende Wind, tat sein Übriges dazu, dass auch die eine oder andere Situation auf beiden Seiten förmlich vom Winde verweht wurde. Fast hätte dies aber auch den Siegtreffer für die Gastgeber bedeuten können, als ein satter Fernschuss vom Wind immer weiter getragen wurde und Zorbau`s Keeper Dennis Dickmann sich ganz lang machen musste, um den Ball wenigsten noch auf die Latte boxen zu können. Zorbau versuchte es denn am Ende auch noch mit der Brechstange, verhielt sich taktisch nicht immer ganz glücklich und hatte selbst bei einigen Freistößen keine erfolgreiche Variante parat. So blieb es beim Remis, welches die Gastgeber wesentlich glücklicher machte, als die Gäste, die sich diese Partie sicherlich anders vorgestellt hatten, aber diese Vorstellung nicht umgesetzt bekamen.
Es spielten Dickmann im Tor, Hietzscholdt, M.Freudenber, N.+S.Solivani, Löbnitz, Lerchl (46. Löser), Baudisch (57. Zott), Luther, Göhring (63. Dose) und Dwars

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